Unsere intensivpädagogisch-therapeutische Wohngruppe bietet 8 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, im Alter von 10-21 Jahren, in zwei unterschiedlichen Gebäuden auf demselben Gelände einen neuen Lebensort. Mit sechs Plätzen bewohnt ein Teil der Gruppe das sehr geräumige und liebevoll sanierte Wohnhaus des alten Hofes Spöhle, wobei die alten Stallungen zum Basteln und Werken einladen. In naher Umgebung zum „Hof an der Windmühlenstraße“ leben zwei junge Menschen, die auf den Verselbständigungsprozess vorbereitet werden. „Der Kotten“ ist ein restauriertes, altes Heuerhaus und bietet ausreichend Platz für die Bedürfnisse unserer Bewohner. Das eigenständige Haus ist bewusst gewählt, um Verantwortung zu erlernen, da auch Bereiche wie Gartenpflege, Nachbarschaftskontakte und insgesamt das Leben in einem eigenen Haushalt erlernt werden sollen.

Der „Hof an der Windmühlenstraße“ und „Der Kotten“ gehören zu der ländlich geprägten und reizvollen Stadt Tecklenburg im Ortsteil Ledde und befinden sich nur 600m vom Ortskern entfernt, aber dennoch inmitten der typisch westfälischen Wald- und Wiesenlandschaft.

Allen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen steht ein Einzelzimmer zur Verfügung. Wohnzimmer, Küche, Bäder, Wirtschaftsräume, Werkstätten sowie der große Garten und die dazugehörigen Wiesen werden gemeinschaftlich genutzt. Wir legen sehr viel Wert auf eine insgesamt angenehme Atmosphäre und haben unsere Räumlichkeiten entsprechend einladend und auf die Wünsche unserer Bewohner eingehend eingerichtet.

Jedem Kind, Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird ein Beziehungsangebot gemacht, das seiner individuellen Problem- und Bedürfnislage gerecht wird. Unsere Bewohner werden als eigenständige Persönlichkeiten anerkannt und entsprechend gefördert. Die Stärkung persönlicher Ressourcen, die Vermittlung der Fähigkeit eigene Bedürfnisse zu artikulieren und sozial durchzusetzen sowie das Modellverhalten der Mitarbeiter gelten als Schwerpunkte unserer Arbeit. Durch intensive Netzwerkkontakte können auch dringend erforderliche zusätzliche Hilfsangebote (unter Mitarbeit der entsprechenden Stellen) schnell umgesetzt werden.

Unsere Bewohner besuchen im Regelfall die ortsansässigen Schulen. Alle Schulformen sind schnell zu erreichen. Hauptschulen befinden sich in Laggenbeck, Tecklenburg und Ibbenbüren. Realschulen, Förderschulen und Berufs- und Fachschulen befinden sich ebenfalls in Ibbenbüren und Gymnasien in Ibbenbüren und Tecklenburg. Ibbenbüren ist auch die nächst größere Stadt (7 km) und bietet als solche mit fast 50.000 Einwohnern eine Vielfalt an Hilfsangeboten. 

Für besondere Schulproblematiken behalten wir uns individuelle Sonderlösungen vor. Über die Teilnahme an Elternsprechtagen, Elternabenden und anderen Veranstaltungen hinaus, sind wir mit den Lehrern immer im Gespräch. Die Lehrer werden auf den Hof eingeladen, damit sie einen Einblick in die Lebenssituation der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bekommen können.

Natürlich erleben unsere Bewohner eine feste und intakte Struktur. Durch wiederkehrende Aufgaben und Angebote, geben wir ihnen eine verlässliche Tagesstruktur. Diese gibt Sicherheit und erhöht die Bereitschaft zur Mitarbeit im Sinne der Gruppe. Hierzu gehören die Übernahme von hauswirtschaftlichen Aufgaben, das gemeinsame Kochen und Einkaufen, die Reinigung des eigenen Zimmers, die Körper- und Gesundheitspflege, das Erlernen des Umgangs mit dem eigenen Geld etc. Dabei legen wir ausdrücklich Wert darauf, dass diese Lernfelder auf das nötigste, das heißt auf das familienanaloge, zu beschränken sind, um Platz für eine individuelle Entwicklung zu lassen.

Das weitläufige Gelände und die Nebengebäude bieten günstige Voraussetzungen für eine Tierhaltung. Unsere Bewohner erleben hier aktiv das Zusammenleben von Mensch und Tier. 3.000 qm stehen unseren Kindern und Jugendlichen zur Verfügung. Auch zu therapeutischen Zwecken gibt es auf dem „Hof an der Windmühlenstraße“ unseren Hofhund, der im Haus mit uns lebt und als gute Seele des Hauses gilt.

Ein Mindestmaß an Mitarbeit in unserer Wohngruppe ist unerlässlich. Folgende Dienste werden von unseren Kindern erwartet:

  • Küchendienste und Kochen am Wochenende unter Anleitung. Von Montag bis Freitag steht eine Hauswirtschaftskraft zur Verfügung.
  • Putzdienste von Gemeinschaftsräumen und dem eigenen Zimmer ggf. unter Anleitung.
  • Übernahme von kleineren Ämtern wie Müll entsorgen, Rasen mähen, Vorräte auffüllen, Wohnzimmer aufräumen, Tiere versorgen etc. Die Dienste werden wöchentlich gewechselt.

Da die Rückführung in die Herkunftsfamilie oberstes Ziel unserer Arbeit ist, kommt natürlich die Auseinandersetzung mit der Herkunftsfamilie/Pflegefamilie oder den Adoptiveltern einer besonderen Bedeutung zu. Familienkontakte werden nach sorgfältiger Absprache mit den zuständigen Jugendämtern unterstützend begleitet und gefördert. Im Regelfall bemühen wir uns im Sinne der Kinder und Jugendlichen, dass möglichst ein guter und intensiver Kontakt zu den Eltern hergestellt wird. Das bedeutet nach Möglichkeit auch regelmäßige Besuche bzw. Beurlaubungen nach Hause. Wichtige Bestandteile unserer Maßnahmen werden mit dem zuständigen Jugendamt und ggf. mit den Eltern abgestimmt, damit es kein „Gegeneinander“ von Jugendamt, Eltern und Einrichtung gibt.

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Ein Platz in unserer Einrichtung bietet alle notwendigen Grundleistungen:

  • Anbahnungsphase und Aufnahmeverfahren
  • Erziehungs- und Hilfeplanung
  • Notwendige Aufsicht und Betreuung
  • Alltägliche Versorgung
  • Alltags- und Freizeitgestaltung
  • Schaffung von Voraussetzungen für eine körperlich gesunde Entwicklung
  • Einübung lebenspraktischer Fertigkeiten
  • Sozial-emotionale Förderung und Anregung der Persönlichkeitsentwicklung
  • Förderung des Sozialverhaltens
  • Schulische/berufliche Förderung
  • Pädagogisch-therapeutische Leistungen
  • Kooperation und Vernetzung
  • Arbeit mit dem Herkunftssystem
  • Partizipation und Beschwerdemanagement
  • Maßnahmen bei Kindeswohlgefährdung
  • Krisenmanagement
  • Aktivitäten im Hinblick auf die Zeit nach der Maßnahme (Verselbständigung)
  • Klienten bezogene Verwaltungsleistungen

 

Kontakt/ Anfragen

Anfragen richten Sie bitte an:

Thomas Bernholt
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Tel.: +49 5451 541 97 50

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